IKEA-Gründer Ingvar Kamprad war deutschstämmig und mit Paul von Hindenburg verwandt

Man muss erst die schwedische Wikipedia-Seite aufrufen und weitere ausländische Hintergrundberichte lesen, um fundiertere Hintergründe des mit 91 Jahren in Schweden verstorbenen IKEA-Gründers Ingvar Kamprad zu erhalten.

Und was man dort beispielsweise in der schwedischen Wikipedia-Auskunft liest, war bislang in der deutschen Öffentlichkeit kaum bis gar nicht bekannt.

So ist der Möbel-Tycoon eigentlich deutschstämmig und stammt aus einer reichen Thüringer Familie, die schon seit Generationen Geld anhäufte. Auch sein eigener Aufstieg ist diesem reichen familiären Hintergrund mit geschuldet. Denn so hatte er das Startgeld zur Gründung von IKEA erhalten.

So lesen wir in der schwedischen Ausgabe von Wikipedia:

„Ingvar Kamprad wuchs auf dem Bauernhof in Småland… in Kronoberg auf. Die Farm war die größte in der Gegend und bedeckte 450 Hektar hauptsächlich Wald. Der Vater seines Großvaters (gestorben 1890) war ein wohlhabender Gutsbesitzer im Altenburger Land in Thüringen. Sein Großvater Achim Kamprad (gestorben 1897) wanderte 1896 aus Deutschland aus mit seiner Frau Franziska, genannt Fanny und ihren Söhne Franz Feodor und Erwin Erich. Ingvar Kamprad ist weitläufig verwandt mit dem deutschen Feldmarschall und Vizepremier Paul von Hindenburg. Seine Mutter Berta war die Tochter von CB Nilsson, der in Älmhult ein großes Geschäft betrieb. Während des ersten Lebensjahres von Ingvar Kamprad lebte die Familie in Majtorp auf einem Bauernhof in Älmhult, die seine Mutter als Hochzeitsgabe seines Vaters erhielt. Im Jahr 1933 zog die Familie nach Älmtaryd, wo der Vater Feodor Kamprad im Jahr 1918 formell die Farm übernahm.“ (1)

Weitere interessante Details entnehmen wir einem Portal mit dem Namen zymecs.livejournal.com. Dort steht noch detaillierter als in dem Wikipedia-Abschnitt:

„… Ingvar Kamprad besteht aus einer entfernten Beziehung mit dem deutschen Generalfeldmarschall und Reichspräsidenten von Deutschland (1925-1934) Paul von Hindenburg… Seine Mutter, Bertha, geborene Nilsson, war die Tochter eines Kaufmanns, der in Älmhult eine Kette großer Geschäfte betrieb. Im ersten Jahr von Ingvar Kamprads Leben lebte eine Familie auf Majtorp / Majtorp in der Nähe von Elmčult / Älmhult, die die Mutter als Hochzeitsgeschenk von ihrem Vater erhielt. Im Jahr 1933 zog die Familie auf den Elmtaryd Hof / Älmtaryd, den Fjodor Kamprad 1918 erbte. Trotz seiner (Anmerkung: Ingvar Kamprads) Legasthenie studierte er in der Schule gut. Als Kamprad 17 Jahre alt wurde, erhielt er ein Geschenk von seinem Vater für den erfolgreichen Abschluss der Schule. Mit diesem Geld wurde das IKEA eröffnet.“ (2)

Zudem schreibt zymecs.livejournal.com:

„Im Jahr 1942 wurde Ingvar Kamprad Mitglied der schwedischen faschistischen Organisation Nysvenska Rörelsen. Er war mindestens im September 1945 ein aktives Mitglied der Organisation und befand sich auch auf einem kurzen Bein mit dem Führer der Bewegung, Per Engdahl. Das Interesse Ingvars zu Nysvenska Rörelsen verschwand irgendwo in den 1950er Jahren.“

Auch wenn Ikea gerne auf Öko und billig macht – im Sparen von Steuern ist der Konzern ein Weltmeister wie im Verkauf von Möbeln. So gibt es Ikea-Gesellschaften von Liechtenstein bis in die Steueroase Niederlande. Eine Grafik von homeaccentstoday.com veranschaulicht das. (3)

Weitere international bekannte deutschstämmige Milliardäre und Multi-Unternehmer sind beispielsweise John. D. Rockefeller (amerikanischer Öl-Magnat, der einst ExxonMobil gründete), US-Präsident und Bauunternehmer Donald Trump oder Henry John Heinz (Heinz Ketchup, USA).

Einzelnachweise

(1) Ingvar Kamprad, in: Wikipedia Schweden.

(2) Кто он папа компании IKEA?, übersetzt: „Wer ist er der Vater von IKEA?“, in vom 23. Juli 2014.

(3) Mathias Kamprad is IKEA’s new chairman in ‚generational shift‘, von Susan Dickenson, In: homeaccentstoday.com vom 5. Juni 2013.

Weitere Hintergründe

Videoverweis: „“Es ist eines der lustigsten Dinge, die ich mit Ingvar Kamprad gesehen habe“ – News Morning (TV4)“, von: Nyhetsmorgon, auf: YouTube vom 28. Januar 2018. 

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