Deutsche Zoll will 3500 weitere Stellen

Der deutsche Zoll will mehr Personal. Das fordert zumindest die BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft. Der BDZ ist auch im Beamtenbund engagiert oder in der Deutschen Polizeigewerkschaft. Der BDZ sagte, auf Grund von Personalmangels könnten die Zöllner ihren Job nicht mehr so ausfüllen, wie es eigentlich notwendig wäre.

„Ich sehe die Gefahr, dass der Zoll aufgrund des Personalmangels seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann.“ Dies erklärte zumindest Dieter Dewes, der Bundesvorsitzende des BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft, gegenüber dem „Handelsblatt“ und eröffnete damit das Geschachere um mehr Personal.

Dewes ist gleichzeitig Vorsitzender des Hauptpersonalrats beim Bundesfinanzministerium. Zudem ist er unter anderem Mitglied der dbb-Grundsatzkommissionen „Besoldung und Versorgung“, „Innere Sicherheit“ und „Haushalts- und Finanzfragen“.

Mit dbb ist der „DBB Beamtenbund und Tarifunion“ gemeint, ein Dachverband von Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und des privaten Dienstleistungssektors mit 43 Mitgliedsgewerkschaften mit Sitz in Berlin.

Nach Dewes Berechnungen würden aktuell beim deutschen Zoll angeblich gut 3500 Stellen fehlen und das, obwohl bereits 40.000 Zöllner an Deutschlands Grenzen und Einfuhrstationen im Einsatz sind.

In Deutschland ist der Zoll eine Bundesbehörde und mit weitgehenden Befugnissen ausgestattet.

  • Zöllner sollen beispielsweise verhindern, dass Firmen oder Privatleute unverzollt Waren aus dem Ausland nach Deutschland bringen.
  • Zudem sollen ernstlich strafbare Vergehen vermieden werden, wie Geldwäsche oder die Einfuhr von Drogen oder anderen illegalen Substanzen.
  • Auch soll der Zoll verhindern, dass Tiere oder Lebensmittel über die Grenze nach Deutschland gelangen, welche hierzlande unerwünscht sind und die Gefahr mit sich bringen, dass unübliche Viren oder Bakterien ins Land kommen oder sonstige unerwünschte biologische Stoffe oder Gefahrenherde sich ausbreiten.
  • Ein weiteres Aufgabengebiet des Zolls ist es, dafür zu sorgen, dass nicht illegal Mitarbeiter nach Deutschland kommen, welche beispielsweise den Mindestlohn nicht einhalten oder gar in Form von Schwarzarbeiter-Kolonnen den heimischen Arbeitnehmern und dem Fiskus schaden.

Derzeit, so Gewerkschafts-Vorsitzender Dieter Dewes, würde Deutschland auf Grund angeblich zu weniger Zoll-Mitarbeiter angeblich eher den Mangel verwalten, was aber nicht zielführend sei.

Sollte der Brexit zudem kommen, also der formal endgültige Schlussstrich zwischen der EU und Großbritannien, gehe man, so die Zöllner-Gewerkschaft, davon aus, dass zusätzlich gut 2000 Stellen benötigt würden.

Im Finanzministerium soll es aber anderweitige Berechnungen geben, welche diese Forderungen für überzogen halten und lediglich 100 bis 800 zusätzlichen Stellen für eine mögliche Größenordnung halten.

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