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	<title>Rentenversicherung Archive - STEUERRATSCHLAG.eu</title>
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	<description>... Das musst Du zu Steuern, Finanzen, Verbraucherrecht wissen</description>
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	<title>Rentenversicherung Archive - STEUERRATSCHLAG.eu</title>
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		<title>Allianz Rentenversicherung: Pro 10.000 Euro Angespartem 38 Euro Rente im Monat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2017 07:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesetzliche Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge & Versicherungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz]]></category>
		<category><![CDATA[DWS Riester]]></category>
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		<category><![CDATA[IDEAL Rentenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Private Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenversicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Rentenvorsorge in Deutschland gilt einerseits als vorbildlich. Andererseits ist sie voll von Tücken. Zahlt beispielsweise ein Arbeitnehmer monatlich 540 Euro in die staatliche Pflichtrente bei der Rentenversicherungsanstalt, …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.steuerratschlag.eu/2017/07/allianz-rentenversicherung-pro-10-000-euro-angespartem-38-euro-rente-im-monat/">Allianz Rentenversicherung: Pro 10.000 Euro Angespartem 38 Euro Rente im Monat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.steuerratschlag.eu">STEUERRATSCHLAG.eu</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Rentenvorsorge in Deutschland gilt einerseits als vorbildlich. Andererseits ist sie voll von Tücken.</h4>
<p>Zahlt beispielsweise ein Arbeitnehmer monatlich 540 Euro in die staatliche Pflichtrente bei der Rentenversicherungsanstalt, also der Deutsche Rentenversicherung ein, und legt sein Arbeitgeber den Pflichtanteil von 540 Euro drauf:</p>
<p>So entspricht dies einer Renteneinzahlung von immerhin 1080 Euro monatlich oder 12.960 Euro im Jahr.</p>
<p>Doch die Deutsche Rentenversicherung gewährt ihm auf diesen Einzahlungsbetrag später gerade einmal monatlich rund 70 Euro Rente.</p>
<ul>
<li>Damit kann der Rentner dann beispielsweise die 17,50 Euro <strong>Rundfunkgebühr für ARD, ZDF und Deutschlandradio</strong> begleichen. Sie ist auch als GEZ bekannt und stellt eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtgebühr dar.</li>
<li>Von den verbleibenden 50 Euro Rente könnte der Rentner aber ebenso den <strong>schnellen Internetanschluss</strong> bezahlen, das <strong>Telefon mit Flatrate-Rate ins deutsche Festnetz</strong> und die <strong>Kabelnetzgebühren für Fernseher und Radio</strong>.</li>
</ul>
<p>Geht dieser Arbeitnehmer mit 67 in Rente, sofern er vorher nicht durch Krankheit wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder einen Unfall dahingerafft wurde, bedeutet dies:</p>
<p>Die in einem Jahr einbezahlten 12.960 Euro genügen bei einer auch über Jahrzehnte vom Staat gewährten Null-Verzinsung 185 Monate lang oder 15,4 Jahre. Das bedeutet: Bis unser Rentenzahler also 82,4 Jahre alt ist.</p>
<p>Auch hier gilt wieder: Wenn er dieses Alter überhaupt erreicht. Denn statistisch gesehen sterben beispielsweise die deutschen Männer im Schnitt mit 78 Jahren &#8211; also vier Jahre früher.</p>
<p>Nimmt man die Rentenauszahlungen unter anlagestrategischen Kriterien ins Auge, ist das deutsche Rentensystem, das auf einem Umlageverfahren beruht, natürlich ein miserables Investment. Denn alles was rein geht, geht sofort als Rente an Bürger wieder raus. Es gibt einfach keinen Platz für große Investments.</p>
<p>Doch berücksichtigt man, dass wahrscheinlich weit über 90% der Deutschen ihre Rente schon vor Renteneintritt verbraten würden, da sie sich ein schickes Auto oder eine Wohnung oder eine Weltreise gönnen möchten, ist die deutsche Pflichtrente zumindest besser als nichts.</p>
<p>Es ist eine gewisse relative Sicherheit fürs Alter. Die aber natürlich nicht ausreicht. Deshalb kommt an dieser Stelle die <strong>private Rentenvorsorge</strong> ins Spiel.</p>
<h3>Die Private Rentenvorsorge</h3>
<p>Das Schlimme an der Geschichte ist nur: Die private Rentenversicherung ist in sehr vielen Fällen als Investment nicht besser, als die staatliche Rente. Es kommt in der Regel am Ende nicht viel mehr raus, als wenn man sie zu Null-Zinsen dem Staat anvertrauen würde.</p>
<p>Das liegt daran, dass die Versicherungskonzerne nicht zufällig zu den reichsten Unternehmen auf der Welt gehören: Es gibt genug Bürger, die glauben, eine private Rente, einem Versicherungskonzern anvertraut, würde es schon bringen und würde einem das Gefühl verleihen: Du hast ja was gemacht fürs Alter.</p>
<p>Jedenfalls schreibt <strong>Herbert Fromme</strong> im Wirtschaftsteil der <strong>Süddeutschen Zeitung (SZ)</strong> am 20. Juli 2017 in einem halbseitigen Artikel über eine <strong>Allianz Lebensversicherung:</strong></p>
<p>So habe dieser private Rentenversicherer diversen Rentenempfängern geschrieben, wonach man mal wieder den <strong>Rentenfaktor absenke</strong>. [1]</p>
<p>Künftig zahle, so die SZ, die Allianz Lebensversicherung den Angeschriebenen privaten Rentenversicherungsnehmern<strong> &#8222;pro 10.000 Euro angespartem Geld zu Beginn der Rentenauszahlung… künftig 38 Euro, nicht mehr 44 Euro.&#8220;</strong></p>
<p>Die SZ führt weiter aus: Wenn der Beispielsfall der Zeitung, ein Versicherungsnehmer mit dem Namen Frank G. aus München, 100.000 Euro an die Allianz überwiesen habe, so könne er künftig nur noch mit einer Rente in Höhe von 440 Euro monatlich rechnen.</p>
<p>Allerdings: Hätte dieser Frank G. für 100.000 Euro eine 60-Quadratmeter-Wohnung in einer größeren deutschen Stadt gekauft, würde das bedeuten:</p>
<p>In zahlreichen Städten, wie Leipzig, würde der Mietzins, also die Mieteinnahmen, auch nicht deutlich über 440 Euro Nettokaltmiete monatlich liegen. Die müsste obendrein zum persönlichen Steuersatz versteuert werden.</p>
<p>Doch einen entscheidenen Punkt gibt es: Die Wohnung würde dem Besitzer eben auch gehören. Er könnte sie vererben und hätte jederzeit Zugriff auf die 100.000 Euro für den Fall, dass er die Wohnung wieder verkaufen möchte.</p>
<p>Das ist bei den meisten privaten Rentenversicherungen nicht so. Zwar kann man zu Rentenbeginn einen Teil der angesparten Summe sich auszahlen lassen.</p>
<p>Doch geschieht dies häufig nur mit <strong>hohen Abschlagszahlungen</strong>. In der Regel ziehen sich die Versicherungen zwischen 30 bis 40% der einbezahlten Beträge als Kosten ab, also zum Bezahlen der Versicherungs-Konzernstrukturen: Gebäude, Rückversicherungen, Marketing, Versicherungsmakler oder sonstiger Versicherungsvertrieb usw. [2]</p>
<p>Doch ist das nicht bei allen Versicherungen ein solches Desaster: Die <strong>DWS</strong> bietet beispielsweise eine <strong>fondsgebundene Riesterrente</strong> an, die der Autor dieses Artikels seit über 10 Jahren hält. In diesem Falle ist die ausgewiesene angesparte Summe tatsächlich höher, als das, was bislang einbezahlt wurde.</p>
<p>Ähnlich sieht es mit einer <strong>Betrieblichen Altersvorsorge</strong> aus, die der Autor bei der <strong>IDEAL</strong> <strong>Versicherung</strong> abgeschlossen hat. Auch hier scheint es nach sechs Jahren Einzahlen so zu sein, dass das Einbezahlte und der Anlagezins von den Kosten bislang nicht aufgefressen wurde. Deshalb:</p>
<p>Den Kopf in den Sand stecken, bringt nichts. Eine private Altersvorsorge ist richtig. Als grobe Faustformel kann man sagen: Ein Drittel staatliche Rente, ein Drittel, falls möglich, über Wohneigentum sichern und ein Drittel am besten über die steuerlich sehr attraktive Betriebliche Altersvorsorge.</p>
<p>Auch die Riester Rente kann Sinn machen &#8211; allerdings sollte man hier nicht gleich abschließen, nur weil Riester drauf steht. Zahlreiche Abzocker unter den Versicherungen haben diese Rente massiv beschädigt, ebenso die Rürup-Rente.</p>
<p>Abzocker sind häufig jene Versicherungskonzerne, die ihre Produkte auch in den großen TV-Sendern, selbst in ARD und ZDF, gerne massiv bewerben.</p>
<h3>Einzelnachweise</h3>
<p>[1] &#8222;<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/privatversicherer-die-renten-sind-nicht-sicher-1.3594385" target="_blank" rel="noopener">Die Renten sind nicht sicher</a>&#8222;, von Herbert Fromme, in: Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftsteil Seite 16 vom 20. Juli 2017. Der Artikel ist ebenso online erschienen. Abgerufen am 23. Juli 2017.</p>
<p>[2] &#8222;<a href="http://www.netz-trends.de/id/2160/Kritik-Abzocke-bei-MLP-und-Heidelberger-Lebensversicherung-AG-Von--107000-Euro-Altersvorsorge-nur-84000-uebrig/" target="_blank" rel="noopener">Wie dubios sind die Versicherer? Kritik: &#8218;Abzocke bei MLP und Heidelberger Lebensversicherung AG&#8216; / &#8218;Von 103.000 Euro Altersvorsorge nur 84.000 übrig</a>’&#8220;, von Peter Tauf, in: netz-trends.de vom 23. Oktober 2012. Abgerufen am 23. Juli 2017.</p>
<p>[3] &#8222;Rentenformel einfach erklärt: So rechnen Sie aus, wie viel Geld Sie im Alter haben&#8220;, von focusonline am 23. März 2014. Abgerufen am 23. Juli 2017.</p>
<p><iframe title="Rentenformel einfach erklärt: So rechnen Sie aus, wie viel Geld Sie im Alter haben" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/HLDs7fuCl9M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.steuerratschlag.eu/2017/07/allianz-rentenversicherung-pro-10-000-euro-angespartem-38-euro-rente-im-monat/">Allianz Rentenversicherung: Pro 10.000 Euro Angespartem 38 Euro Rente im Monat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.steuerratschlag.eu">STEUERRATSCHLAG.eu</a>.</p>
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		<title>Parlamentarische Linke (PL) will steuerliche Begünstigung der Riesterrente wegen Ineffizienz aufheben</title>
		<link>https://www.steuerratschlag.eu/2016/07/parlamentarische-linke-pl-will-steuerliche-beguenstigung-der-riesterrente-wegen-ineffizienz-aufheben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 07:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrente & private Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Willen der Parlamentarische Linken (PL) der SPD solle die steuerliche Förderung der Riesterrente gestrichen werden. Dabei gilt die Riesterrente neben der Rüruprente, der Betrieblichen Altersvorsorge und …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.steuerratschlag.eu/2016/07/parlamentarische-linke-pl-will-steuerliche-beguenstigung-der-riesterrente-wegen-ineffizienz-aufheben/">Parlamentarische Linke (PL) will steuerliche Begünstigung der Riesterrente wegen Ineffizienz aufheben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.steuerratschlag.eu">STEUERRATSCHLAG.eu</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Nach dem Willen der Parlamentarische Linken (PL) der SPD solle die steuerliche Förderung der Riesterrente gestrichen werden. Dabei gilt die Riesterrente neben der Rüruprente, der Betrieblichen Altersvorsorge und der klassischen privaten Rentenversicherung als einer von vier zentralen Versicherungs-Bausteinen der privaten Altersvorsorge in Deutschland.</h3>
<p>Allerdings ist die Riesterrente, wie die Rüruprente, seit Jahren in der Diskussion: Dabei klingt das Konzept verlockend:</p>
<p>Wer 2.100 Euro in die Riesterrente jährlich einbezahlt, kann bislang das Maximum steuerlicher Förderung für die Riester beantragen &#8211; 154 Euro jährlich. Die Kinderzulage für bis Ende 2007 Geborene beträgt 185 Euro jährlich und für nach 2008 geborene Kinder beträgt sie 300 Euro.</p>
<p>Die staatliche Förderung der Riesterrente ist vom persönlichen Einkommenssteuersatz abhängig und davon, wie hoch der Anteil der in die Riesterrente einbezahlten monatlichen Beträge ist. Maximal gefördert werden Beträge bis zu 4% des persönlichen rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens. Die steuerliche Förderung für private Rentenversicherungen und sonstige Altersvorsorgeprodukte müssen nachgelagert in der Einkommenssteuererklärung beantragt werden. Wer dieses vergisst, erhält keine staatliche Förderung.</p>
<p>Doch nun kündigte die Parlamentarische Linke (PL) der SPD in der Bundestagsfraktion in Berlin an, sie sehe auf Grund der hohen Kostenabzüge und geringen Verzinsungen von privaten Altersvorsorge-Produkten wie der Riesterrente keinen Sinn mehr in einer steuerlichen Förderung &#8211; dies gelte zunächst zumindest im Falle von Riester. Ob dieses auch für die Rüruprente oder die Betriebliche Altersvorsorge nach Ansicht der PL gilt, dazu äußerte sich die PL in der SPD bislang nicht öffentlich.</p>
<p>Die steuerliche Förderung von Riesterrenten ist der Parlamentarischen Linken (PL) der SPD vor allem deshalb ein Dorn im Auge, da diese von Versicherungen und Versicherungsmaklern als zentrales Verkaufsargument genutzt wird. Doch heben sich die attraktiv klingenden steuerlichen Effekte dadurch wieder auf, da die Versicherungen teils sehr hohe Kosten abziehen. So ist es keine Seltenheit, dass beispielsweise bei Rürup selbst nach sieben Jahren der einbezahlten Beträge nur noch rund 50% der einbezahlten Beträge überhaupt auf dem Guthabenkonten der Versicherungsnehmer sind.</p>
<p>Das restliche Geld haben sich die Versicherungen als angeblich notwendige „Kosten&#8220; entnommen. Besonders ärgerlich für Sparer ist dabei, dass gerade die ersten Jahre der einbezahlten Geldbeträge die wichtigsten sind. Sie erhalten nämlich unter normalen Umständen über den Zinseszinseffekt die beste langjährige Verzinsung.</p>
<h3>Versicherungsmakler behaupten gerne, es sei ein Vorteil, wenn in den ersten Jahren von den einbezahlten Beträgen fast nichts für den Versicherungsnehmer angelegt werde</h3>
<p>Versicherungsmakler reden aber Versicherungsnehmern gerne ein, wonach es angeblich „sehr gut&#8220; sei, dass in den ersten Jahren nicht viel der einbezahlten Beträge auch der Rentenversicherung gutgeschrieben wird, da der Versicherungsnehmer so angeblich den Vorzug genieße, dass alle Kosten in den ersten Jahren abgezogen würden.</p>
<p>Doch was verschwiegen wird: Die Versicherungen machen es sich damit sehr einfach. Stoppt nämlich ein Versicherungsnehmer die Einzahlung von Beträgen auf Grund schlechter Performance der Versicherung, haben die Versicherungen dennoch bereits die angeblichen „Kosten&#8220; für die gesamte Laufzeit &#8211; also beispielsweise 30 oder 40 Jahre &#8211; abgezogen und einbehalten. Das gilt selbst für den Fall, dass ein Sparer auf Grund von schlechter Performance schon nach sieben oder acht Jahren seinen Vertrag auf „ruhend&#8220; stellt.</p>
<p>steuerratschlag.eu liegt der Fall einer von MLP vermittelten Rüruprente des in zahlreiche Gerichtsverfahren verwickelten Versicherers Clerical Medical vor. Hier waren in rund sieben Jahren fast 50% der einbezahlten Beträge als „Kosten&#8220; von Clerical Medical abgezogen wurden.</p>
<p>Nun hat der Sparer den Vertrag erst einmal ruhend gestellt, da ihm die abgezogenen Kosten und die schlechte Verzinsung gegen den Strich liefen. Doch die verbleibenden rund 3700 Euro möchte Clerical Medical nicht zurückbezahlen. Grund: Der deutsche Gesetzgeber verbiete es, eine private Altersvorsorge wie Rürup vorzeitig an den Versicherungsnehmer auszubezahlen. Der Versicherungsnehmer Peter L. (Name geändert) sagte gegenüber steuerratschlag.eu:</p>
<blockquote><p>„Ich bin mit der bei Clerical Medical über MLP vermittelten Rüruprente extrem unzufrieden. Zum einen sehe ich Kostenabzüge in den ersten sieben Jahren von fast 50% in meinem Fall. Zum anderen schickte mir Clerical Medical erst nach mehrmaligen Anfragen eine detaillierte Übersicht, wie viel ich überhaupt über die Jahre einbezahlt habe.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wie hoch netto die abgezogenen Kosten sind, müsste der Versicherer zwar nach Gesetzeslage mitteilen, doch habe er dieses im Falle von Peter L. aus seiner Sicht „nicht ausreichend&#8220; getan: „Ich habe bislang nur irgendwelche Prozentwerte gesehen. Das bedeutet: Ich müsste mir das selber ausrechnen, was aber schwierig ist, da ja hoffentlich auch eine Verzinsung erreicht worden ist. Doch wie hoch die ist oder ob es eine Negativ-Verzinsung ist, darüber kann ich auch nur spekulieren. Clerical Medical hat mir das nicht transparent mitgeteilt.&#8220;</p>
<p>Würden Riester oder Rürup die steuerlichen Vorteile genommen werden, könnten &#8211; so das Kalkül der SPD-Linken &#8211; die Versicherungskonzerne und Makler den angeblich so effektiven Steuereffekt nicht mehr als Verkaufsargument nutzen. Das hieße: Die Anlage könnte wesentlich transparenter werden als heute und auch fairer.</p>
<h3>Abschaffung oder grundlegende weitere Reform der privaten Altersvorsorge in Deutschland</h3>
<p>Eine Alternative wäre eine grundlegende Reform. Hierzu könnte gehören, dass transparent dargestellt wird, wie hoch die Kosten pro Anlagejahr sein dürfen, die von den Versicherungskonzernen abgezogen werden dürfen. Vor allem müsste die hohe &#8222;Kosten&#8220;-Entnahme in den ersten Jahren komplett verboten werden.</p>
<p>Auch könnte neu geregelt werden, wie die als Kosten entnommenen Gelder darzustellen sind &#8211; und zwar zusätzlich jährlich in absoluten Zahlen und nicht nur in kaum verständlichen Prozentwerten. Hinzu könnte eine gesetzliche Vorgabe kommen, die vorschreibt, dass jährlich per Brief (nicht nur per E-Mail) der Versicherungsnehmer Auskunft darüber erhält, wie hoch die Verzinsung der angelegten Beträge in Prozent und absolut pro Jahr überhaupt war.</p>
<p>Die steuerliche staatliche Förderung war auch gegenüber Peter L. als ausschlaggebendes Argument genannt worden, weshalb er sich von MLP die Clerical Medical Rüruprente vermitteln ließ. „Heute muss ich sagen, dass ich mich mit den angeblichen steuerlichen Vorteilen komplett über den Tisch gezogen fühle und auch betrogen. Es ist ein Skandal, dass nach sieben Jahren sparen nur rund die Hälfte der an Clerical Medical von mir überwiesenen Beträge meiner Altersvorsorge gutgeschrieben werden&#8220;.</p>
<p>Private Altersvorsorge gilt in Deutschland als unerlässlich. Grund: Die staatlichen Renten sind in Deutschland sehr niedrig. So liegt die durchschnittlich in Westdeutschland, also den &#8222;Alten Bundesländern&#8220; ausbezahlte monatliche Rente bei 713 Euro. Im Schnitt kommen dabei die Frauen auf eine monatliche Rente von 579 Euro, die Männer auf 952 Euro. In Ostdeutschland liegt die durchschnittlich ausbezahlte Rente monatlich bei 839 Euro (Männer 985, Frauen 763 Euro). <a href="http://www.steuerratschlag.eu/2016/04/536-000-deutsche-brauchen-hartz-iv-grundsicherung-im-alter-zusaetzlich-zur-rente/" target="_blank">Weitere Hintergründe hier klicken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.steuerratschlag.eu/2016/07/parlamentarische-linke-pl-will-steuerliche-beguenstigung-der-riesterrente-wegen-ineffizienz-aufheben/">Parlamentarische Linke (PL) will steuerliche Begünstigung der Riesterrente wegen Ineffizienz aufheben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.steuerratschlag.eu">STEUERRATSCHLAG.eu</a>.</p>
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