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Vorgerechnet: So viel Erbschaftsteuer müssten Deutschlands Superreiche zahlen

Special · Vorgerechnet

Das Milliarden-Erbe: So viel müssten Deutschlands Superreiche dem Staat zahlen

BMW-Erbin Susanne Klatten, Steuertricks wie das stückweise Verschenken, die Flucht in die Schweiz: Wir rechnen mit öffentlich belegten Zahlen vor, was beim Erben großer Familienvermögen fällig würde – nach heutigem Recht, nach einer Reform und im Ausland. Anlass: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat im Oktober 2026 über die Steuerbefreiung für Firmenerben verhandelt, das Urteil wird frühestens 2027 erwartet.

2,14 Mrd. €Erbschaftsteuer müssten Klattens drei Kinder zahlen, wenn sie den BMW-Anteil heute erben würden.
0 €wären heute möglich – mit Poolvertrag und ohne eigenes Vermögen der Kinder. Genau das prüft Karlsruhe.
2003–2008verschenkte Mutter Johanna Quandt ihr BMW-Paket von gut 16 % in Etappen an die Kinder – die Stimmrechte behielt sie.
2,04 Mrd. €Wegzugsteuer würde fällig, wenn Klatten in die Schweiz zöge. Ab wann sich das trotzdem lohnt, steht im Fall 1.

Alle Zahlen: hypothetische Modellrechnungen auf Basis öffentlicher Angaben, Stand 26. Oktober 2026. Keine Aussage über Testamente, Gesundheit oder die tatsächliche Nachfolgeplanung der genannten Personen.

Die Fälle

Fall 1Susanne Klatten: 2,14 Milliarden für den Fiskus?Rund 20,5 % an der BMW AG, drei Kinder. Weil der Anteil unter 25 % liegt, gibt es heute keine Steuerbefreiung. Mit Bilanz, allen Rechenschritten, der Etappen-Strategie ihrer Mutter, Privatvermögen aus Dividenden und der Zeitachse: Ab wann lohnt sich der Umzug in die Schweiz?Fall 1 öffnen →Fall 2BMW plus Altana: Wie der Chemiekonzern die Steuer drücken kannAltana gehört nach öffentlichen Angaben vollständig Susanne Klatten, ist aber nicht börsennotiert. Du wählst einen Firmenwert – der Rechner zeigt, wie die sogenannte Bedarfsprüfung die Steuer heute senken kann.Fall 2 öffnen →

DemnächstQuandt, Porsche, Piëch, Henkel – und die Stiftungs-MilliardenGeplant sind Familien, deren Beteiligungen öffentlich gemeldet sind. Ein eigener Fall: Familienstiftungen, die statt Erbschaftsteuer alle 30 Jahre eine Ersatzsteuer zahlen.

Wo Deutschlands Superreiche in der Schweiz leben

Viele deutsche Unternehmerfamilien haben ihren Wohnsitz längst in der Schweiz. Laut der Liste der 300 Reichsten der Zeitschrift Bilanz (Stand November 2025):

Familie Bekannt durch Vermögen Kanton
Klaus-Michael Kühne Kühne + Nagel (Logistik) rund 21,5 Mrd. Franken Schwyz
Familie Liebherr Liebherr (Baumaschinen, Kräne) rund 9,5 Mrd. Franken Freiburg
Familie von Finck Münchner Bankiers- und Unternehmerfamilie; August von Finck junior lebte auf Schloss Weinfelden rund 7,5 Mrd. Franken Thurgau
Familie Engelhorn Boehringer Mannheim (Pharma) rund 6,5 Mrd. Franken Waadt
Familie Jacobs Jacobs (Kaffee), Bremen rund 6,5 Mrd. Franken Zürich
Theo Müller Müller Milch, Weihenstephan; lebt seit 2003 in Erlenbach bei Zürich – nach eigener Aussage wegen der deutschen Erbschaftsteuer – Zürich

Quellen: Bilanz, Die 300 Reichsten 2025; Schloss Weinfelden: Wikipedia; Theo Müller: Wikipedia. Vermögen sind Schätzungen der Redaktion von Bilanz. Wer in der Schweiz wohnt, zahlt dort jährlich Vermögenssteuer; im Thurgau rund 0,23 bis 0,34 % pro Jahr, je nach Gemeinde.

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Hinweis: STEUERRATSCHLAG.eu ist ein journalistischer Nachrichtenblog und keine Steuerkanzlei. Wir bieten keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung an. Die Fälle sind vereinfachte Modellrechnungen ohne Gewähr; Irrtümer können wir trotz sorgfältiger Recherche nicht ausschließen. Für deine eigene Nachfolge wende dich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.

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