Der Steueramtsschimmel ist im Dreiländer-Eck aktiv. BILD: Steuerratschlag.eu mit https://www.midjourney.com/app/.

Deutschland

In Deutschland traten zum 1. Januar 2022 neue steuerliche Regelungen in Kraft, von denen viele profitieren werden. Für Alleinerziehende gilt der Entlastungsbetrag von 4.008 Euro jährlich nun unbefristet. Der Grundfreibetrag wird auf 9.984 Euro erhöht. Die kalte Progression wird weiter abgebaut, sodass Löhne und Gehälter nicht höher besteuert werden, insoweit ihr Anstieg lediglich die Inflation ausgleicht. Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 1.500 Euro können bis zum 31. März 2022 steuerfrei ausgezahlt werden.

Österreich

In Österreich wurden die Maßnahmen zur öko-sozialen Steuerreform 2022 beschlossen. Die zweite und dritte Tarifstufe der Lohnsteuer werden von 35 auf 30 Prozent (ab Juli 2022) und von 42 auf 40 Prozent (ab Juli 2023) gesenkt. Die Körperschaftsteuer (KöSt) für Unternehmen wird von 25 auf 23 Prozent reduziert. Der Familienbonus Plus wird von maximal 1.500 Euro pro Kind auf 2.000 Euro erhöht. Die CO2-Bepreisung wird Diesel- und Benzin-Treibstoffe teurer machen.

Schweiz

In der Schweiz gibt es auch einige Änderungen im Steuersystem. In der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) steigt der maximal erlaubte Steuerabzug auf 7056 Franken für Personen, die bereits eine zweite Säule haben. Internationale Entwicklungen fordern das vom Föderalismus geprägte Schweizer Steuersystem immer wieder heraus. Die letzte Unternehmenssteuerreform ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Um das OECD-/G20-Projekt einer Mindeststeuer umzusetzen, schlägt der Bundesrat eine Ergänzungssteuer vor.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in allen drei Ländern einige Änderungen im Steuersystem gibt, die darauf abzielen, bestimmte Gruppen zu entlasten und das Steuersystem an aktuelle Entwicklungen anzupassen.

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