Ein neues Geschäftsfeld für Politiker und Rating Agenturen ist geboren: ESG-Ratings. Man muss zahlen, sonst wird man aussortiert. Dieses Bild entstand von SR mit Hilfe der Image KI midjourney.app
Ein neues Geschäftsfeld für Politiker und Rating Agenturen ist geboren: ESG-Ratings. Man muss zahlen, sonst wird man aussortiert. Dieses Bild entstand von SR mit Hilfe der Image KI midjourney.app

Kritik an ESG-Ratings: Was Unternehmensführungen wissen sollten

ESG-Ratings sind ein lukratives Geschäftsfeld für Rating-Agenturen, die damit Hunderte Millionen Euro umsetzen12. Doch trotz ihrer wachsenden Bedeutung gibt es auch Kritik an diesen Ratings.

Die Kritikpunkte

Oft willkürliche einstige Bewertungen die stark variieren

Ein Hauptkritikpunkt ist die breite Streuung der Ratings, die von verschiedenen Anbietern angeboten werden2. Eine Studie des MIT Sloan fand heraus, dass die durchschnittliche Korrelation zwischen ESG-Ratings von sechs führenden Anbietern bei 0,61 liegt2. Dies steht im Gegensatz zu der Korrelation von 0,92 zwischen den Kreditratings von Moody’s und Standard & Poor’s2.

Dies bedeutet, dass die Bewertungen, die verschiedene Rating-Agenturen für dasselbe Unternehmen abgeben, oft stark variieren können. Eine Korrelation von 1 würde bedeuten, dass die Ratings perfekt übereinstimmen, während eine Korrelation von 0 bedeuten würde, dass überhaupt keine Übereinstimmung besteht. Daher zeigt eine Korrelation von 0,61 eine gewisse Übereinstimmung, aber auch erhebliche Unterschiede zwischen den Ratings der verschiedenen Anbieter.

Politische Färbung der Bewertungskriterien

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ESG-Ratings oft nur das bewerten, was ein Unternehmen direkt nach etwa 100 Kriterien erfüllt3. Diese Kriterien können politisch gefärbt sein und mehr linke Gesellschaftspolitik und Parteienpolitik als Wirtschafts- oder Umweltpolitik widerspiegeln123.

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Nichtberücksichtigung der gesellschaftlichen Beiträge eines Unternehmens

Darüber hinaus wird kritisiert, dass ESG-Ratings nicht berücksichtigen, ob ein Unternehmen mit seinen verkauften Produkten zur Nachhaltigkeit in der Gesellschaft beiträgt123. Zum Beispiel können EPS-Dämmplatten 50 Jahre lang problemlos ein Haus dämmen. Das Produkt selbst ist zwar aus Kunststoff, hilft aber über 50 Jahre hinweg, dem Gebäudebesitzer oder Gebäudebetreiber Energiekosten zu sparen. Solche Aspekte fließen jedoch nicht in ESG-Ratings ein123.

Fazit

Während ESG-Ratings ein wichtiges Werkzeug für Unternehmen und Investoren sind, ist es wichtig, ihre Grenzen und Kritikpunkte zu verstehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Ratings weiterentwickeln und ob sie in der Lage sein werden, eine ganzheitlichere Bewertung der Nachhaltigkeit eines Unternehmens zu liefern und nicht primär die Wirtschaft in politische Gesellschaftsbilder pressen.

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Von Elke

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