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Donnerstag, 05. August 2021

Preisbremse Medikamente: Warum „Mondpreis“-Behauptungen widerlich sind

Weltweit wird die Debatte rund um Preisbremsen zu Medikamenten kritisch verfolgt. (Bild: steuerratschlag.eu)
Weltweit wird die Debatte rund um Preisbremsen zu Medikamenten kritisch verfolgt. (Bild: steuerratschlag.eu)

Weltweit verfolgen Medien derzeit interessiert die hitzige Debatte rund um eine Preisbremse für Medikamente in Deutschland auf Grund angeblicher „Mondpreise“ für pharmazeutische Pillen, Säfte, Cremes, Injektionen und sonstige Anwendungen.

Das Thema Preisbremse für Medikamente in Deutschland war beispielsweise am 15. November 2016 der englischsprachigen thailändischen Tageszeitung „Bangkok Post“ fast ein halbseitiger Artikel wert und zwar auf Seite R7 im Business-Teil (Foto oben).

Die Schlagzeile in der Bangkok Post lautete: „Drugs: Bayer warns price curbs may limit access“. Übersetzt heißt dies: „Medikamente: Bayer warnt dass Preisbremse den Zugang limitieren könnte“. Worum aber geht es in der Debatte um angebliche Mondpreise in der Pharmazie?

Die Rede ist recht pauschal davon, wonach angeblich Pharmakonzerne wie das amerikanische börsennotierte Biotechunternehmen Gilead Sciences aus reiner Profitgier „Mondpreise“ beispielsweise für ein neues super-effizientes Hepatitis C-Medikament verlangen würden. Auch Bayer, Pfister, GlaxoSmithKline, Roche, Merck & Co., Inc. (USA), Merck KGaA (Deutschland; Merck Group) oder Norvatis stehen mit ihrer Preispolitik für Medikamente in der Kritik.

Doch zu Recht? Im Falle von Gilead Sciences gilt: Es waren die internationalen Top-Wissenschaftlicher von Gilead, welchen es nach über 100 Jahren globaler Forschung vor wenigen Jahren gelang, die schreckliche Krankheit Hepatitis C mit einem neuen Super-Medikamentencocktail in den Griff zu bekommen.

Weltweit hatten zuvor nach Schätzungen eines Berliner Arztes der Charité über 50.000 Wissenschaftler, die meisten Virologen, versucht, das aggressive Virus Hepatitis C in menschlichen Körpern dauerhaft wieder zu eliminieren. Doch vergebens.

Vor dem Durchbruch von Gilead mussten sich Hepatitis C-Kranke oft jahrelangen, meist sogar lebenslangen Arzt-Torturen in Krankenhäusern unterziehen.

Alleine in den USA leiden über 3 Millionen Menschen an dem Virus Hepatitis C, in Deutschland sind es über 100.000. Darunter sind unzählige der Generation 60+. Die Krankheit kann unter anderem über ungeschützten Sexualverkehr mit leichten Blutungen übertragen werden, aber auch in Krankenhäusern beispielsweise über schlampige Bluttransfusionen.

Einer der führenden Viren-Forscher bei Gilead ist ein Deutscher – Dr. Norbert W. Bischofberger. Er fungiert im Vorstand als „Executive Vice President, Research and Development and Chief Scientific Officer“.

Der Durchbruch von Gilead bei Hepatitis C kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und man wundert sich dabei, dass die Forscher bislang nicht den Nobelpreis für Medizin erhalten haben. Immerhin gelang ihnen etwas, was von allen anderen Pharmakonzernen und der Wissenschaft über Jahrzehnte als Unmöglich dargestellt worden war:

Dass Hepatitis C-Infizierten nicht nur ihr Leid gelindert wird, sondern dass sie von dem Virus komplett wieder befreit werden, also geheilt werden. Der Clou: Das ist Dank Gilead obendrein in einer überschaubar kurzen 12 Wochen-Therapie möglich. Aus „lebenslang chronisch krank“ wurde so plötzlich wieder „komplett gesund“ – und das ohne große Nebenwirkungen.

Gilead machte mit diesem Medikament im ersten Jahr einen Umsatzsprung von 12 Milliarden US-Dollar. Grund: Das Supermedikament kostet gut und gerne zwischen 100.000 und 120.000 Euro – pro Patient.

Doch was soll dieser lächerlich stupide permanente Hinweis, dies seien „Mondpreise“ oder „Wucherpreise“? Jeder, der in der Verwandtschaft einen Fall von Hepatitis C hatte oder hat, weiß:

Ohne die Innovation von Gilead wäre der Markt im Kampf gegen Hepatitis C heute immer noch so lahmarschig in Bewegung, wie er es die Jahrzehnte zuvor war. Denn Krankenhäuser, Ärzte, Krankenkassen, Pharmakonzerne und die Politik hatten sich eben damit abgefunden:

Eine chronische nicht heilbare Krankheit sei Hepatitis C, die Opfer des Virus hätten eben Pech gehabt. Weltweit kostete die Behandlung von Heptatitis C-Kranken jährlich Milliarden Euro. Kritik daran übte nie jemand. Denn die Kosten fielen ja nicht auf. Sie waren schön verteilt auf viele Schultern:

Ärzte, Krankenhäuser, Psychologen (auch die sind Profiteure von chronisch Kranken, denn Krankheit geht auf die Psyche), Pharmakonzerne (nicht Heilbare sind unterm Strich profitabler).

Noch heute würden sich von den rund 170 Millionen Menschen, welche weltweit Hepatitis C in sich tragen, viele Millionen Menschen lebenslangen sich einer körperlich, geistig und finanziell stark belastenden Blutwäsche (Dialyse) unterziehen müssen, würde es nicht innovative Unternehmen wie Gilead geben. Denn die Krankheit hat es in sich:

„Die Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Infektionskrankheit beim Menschen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Rate der Chronifizierung aus (bis 80 %), die im Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann.“ (Zitat: Wikipedia).

Rechnet man die Kosten einer bisherigen Hepatitis C-Behandlung in Krankenhäusern und bei Ärzten zusammen, kommt man auf Kosten, die leicht über 100.000 Euro liegen – ohne, dass jemals eine Heilung in Sicht gewesen wäre. Das Hepatitis C-Virus konnte erst vor wenigen Jahren überhaupt als Krankheits-Ursache ausfindig gemacht werden – und zwar 1989.

Jetzt, wo es endlich gelungen ist, dieses widerliche Ding zu eliminieren, trampelt man zum Dank auf jenen Forschern und Unternehmen herum, welchen dieses Wunder geglückt ist? All das soll keine 100.000 Euro pro Patient wert sein?

Medien-Kampagnen gegen angeblich „überteuerte Medikamente“, wie sie seit Monaten unter anderem DIE ZEIT führt, sind gerade bei Medikamenten, welche seit Jahrtausenden nicht heilbare Krankheiten nun endlich heilen können, nicht nur widerlich.

Solche pauschalen Kampagnen sind geradezu menschenverachtend gegenüber den weltweit 170 Millionen Opfern alleine von Hepatitis C.

Sich aus dem Fenster zu hängen mit großen Tönen kann man immer dann, wenn man selber keinerlei chronische Krankheit hat und auch niemand im näheren Umfeld davon betroffen ist.

Doch wenn, wie beispielsweise im Falle von Multiple Sklerose (MS), auch nur kleine lebensverbessernde Schritte erzielt werden können ist es der teure Medikamenten-Kampf wert.

In Schneckenschritten gelingt es der Pharmabranche und Wissenschaft Jahr für Jahr durch neue medikamentöse Anwendungen MS hinauszuzögern und die Leiden zu lindern. MS bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig sehr zeitnah den Rollstuhl oder den qualvollen Tod.

Dass man Dank hervorragender Medikamente auch mit chronischen Krankheiten noch dauerhaft im Beruf sein kann, zeigt beispielsweise die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Maria Luise Anna „Malu“ Dreyer (SPD), welche an MS erkrankt ist.

Natürlich muss und soll Innovation belohnt werden. Alles andere wäre DDR-Planwirtschaft und würde entsprechend enden.

Denn wenn die Pharmaindustrie anfängt und Krankheiten statistisch detailliert auszuwerten nach dem Motto: Wie viele Millionen Menschen sind betroffen? Lohnt sich das jahrelange Milliarden-Investment? Lohnt sich die Forschung wenn wir von der Politik sofort eine Preisbremse reingeknallt bekommen, dann wird es schwierig.

Dann gibt es bald Menschen erster Klasse, für deren Krankheiten unzählige herumdokternde Medikamente zur Verfügung stehen – wie bei normalen Fieberschüben oder Muskelzerrungen. Aber: Sind diese Medikamente wirklich gut, da sie günstig sind?

Oder macht man hier nicht die Rechnung ohne den Wirt? Fakt ist: Tausende Medikamente werden in Deutschland oder den USA verschrieben, obwohl sie null heilen und eigentlich auch unnötig sind.

Vergessen und aus der Debatte ausgeblendet wird, dass dies ebenso ein Milliardenmarkt ist, welcher nur nach anderen Koordinaten funktioniert, nämlich nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“.

Preisbremsen dürfen keinesfalls dazu beitragen, dass Krankheiten wie Krebs, Multi Sklerose oder HIV / Aids der Forschung und den Pharmakonzernen zu teuer werden, da das Investment droht nicht mehr gewinnbringend fürs Unternehmen zu sein. Natürlich sollen Top-Konzerne, die chronische Krankheiten eliminieren, mit vielen Milliarden Euro an ihrem vorbildlichen Erfolg partizipieren dürfen. Denn diese Innovationen gelten dann für Generationen. Sie gelten für die Menschheit global.

Wer akzeptiert, dass Google sein Internetmonopol in der EU dazu missbraucht, um jährlich bald 20 Milliarden Euro Gewinn einzufahren, der sollte doch erst Recht der Pharmabranche, die wirklich Krankheiten ausmerzt, diesen Profit gönnen.

Wenn wir eine Solidargemeinschaft sind, muss in der Not solidarisch gehandelt werden. Dafür gibt es nun einmal die Solidarität.

Deshalb läuft die bisherige Debatte in Deutschland in eine grundverkehrte Richtung.

Medikamenten, welchen es gelingt, seit Jahrtausenden nicht heilbare Krankheiten nun zu heilen (wie Hepatitis C oder Syphilis; bald möglicherweise auch HIV), muss selbstverständlich ein Anspruch auf einen hohen Verkaufspreis zugestanden werden. Das gebietet die Fairness und Dankbarkeit gegenüber den Forschern und Pharmakonzernen, welche dies ermöglichen.

Wer das generell mit zu eng gestrickten Preisbremsen in Frage stellt, dem könnte man auch entgegnen:

Dann muss auch die Pflegeversicherung bei alten Menschen in Frage gestellt werden. Denn dann müssen wir auch anfangen zu debattieren: Wozu eine bettlägerige 90-Jährige Frau, die noch nicht sterben will und komplett demenz ist, über 10 Jahre kostenintensiv pflegen und nur noch medikamentös am Leben erhalten?

Man sollte nicht vergessen: Selbst ein Patient in Pflegestufe eins, also beispielsweise bei Demenz, kostet schnell in einem Pflegeheim jährlich zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Schon nach drei Jahren sind da über 100.000 Euro zusammen.

Darüber regt sich aber seltsamerweise niemand auf. Dabei gibt es hier allen Grund dazu: Wer über Pharmakosten bei Menschen leidenschaftlich debattiert, die erst 20 Jahre alt sind oder 40, der muss erst Recht über Pharmakosten bei Alten sprechen. Dann müssen wir ebenso diese Frage stellen:

Mit welchem Recht werden in Deutschland noch bei 80-Jährigen oder 95-Jährigen Frauen oder Männern für 30.000 oder 60.000 Euro schwere Herzoperationen durchgeführt? Wozu – bleibt man im Denkschema der Preisbremsen-Befürworter – braucht eine 95-Jährige Oma noch eine neue Herzklappe?

Nur damit sie weitere 5 oder 8 Jahre gut leben kann? Und 40-Jährige junge Männer oder Frauen sollen also lebenslang unter Hepatitis C oder HIV oder Krebs leiden, da die Medikamente nach Stichweise einiger Einfaltspinsel in Politik und Medien zu teuer sind und die Pharmaindustrie angeblich Mondpreise verlange?

Gerade die kampagnenhafte Debatte gegen Unternehmen wie Gilead Sciences ist nicht nur frech und menschenverachtend, sondern auch massiv unfair.

Deshalb: Hohe Preise für gute und weniger gute Medikamente gibt es in der Pharmaindustrie seit vielen Jahren. Für Kopfschmerztabletten beispielsweise, für Medikamente gegen Wehwehchen. Diese Medikamente machen die Hauptlast im Gesundheitstopf aus. Man könnte hier in nicht wenigen Fällen noch am ehesten von „Mondpreisen“ sprechen.

Preisbremsen sollten aber nicht ungezügelt und unfair auf Medikamenten lasten, die wirklich Leben retten und chronisch Kranke heilen.

Preislimits sollten auch nicht für Medikamenten-Innovation gelten, welche die Lebensqualität und das Lebensglück von Kranken deutlich erhöhen. Hierzu gehört beispielsweise der innovative HIV-Behandlungsansatz von Gilead mit der 1-Tabletten-Therapie.

Bis zum Durchbruch von Gilad Science mussten weltweit Millionen Menschen täglich acht Tabletten oder mehr zu sich nehmen – obendrein zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag. Wurde eine Ration vergessen, drohte das HIV-Virus zu mutieren, womit AIDS näher rückte.

Es war Gilead Sciences aus den USA, deren Forscher mit dem Tabletten-Tsunami für Millionen HIV-Infizierte endlich Schluss machte und damit die Pharmariesen Hoffmann-La Roche Ltd (Roche Pharma), Pfister & Co vorführte.

Denn die meisten großen Pharmakonzerne hatten sich auch hier wieder bequem mit ihrem Tabletten-Tsunami für HIV-Infizierte eingerichtet. Der eine verdiente an jenem Patent, der andere am anderen. Heraus kamen eben viele bunte Tabletten, die ein HIV-Infizierter dann lebenslang zu sich nehmen musste – gleich mehrmals am Tag, was die schlimmste Variante in Bezug auf Lebenskomfort ist.

Ebenso hier wieder: bis Gilead kam und dem Spuk ein Ende setzte. Auch dafür sollte das Unternehmen den Medizinnobelpreis erhalten.

Aus all diesen Gründen: Die Debatte rund um superteuere Medikamente oder angebliche „Mondpreise“ muss und soll geführt werden. Aber sie driftet in eine falsche Richtung ab.

Im Fokus stehen sollten vor allem umstrittene superteure Medikamente, welche das Leben nur um wenige Monate verlängern, nicht aber wirklich erheblich die Lebensqualität verbessern oder heilen. Das Stichwort lautet hier vor allem: Krebskranke.

Die Preisbremse für Medikamente in Deutschland pauschal anzusetzen ist Unsinn. Man muss sich und sollte sich jedes Medikament einzeln anschauen. Diese Mühe sollte uns die Gesundheit wert sein. Pauschale Preis-Medienkampagnen, auf welche Politiker aufspringen, sind schäbig.



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