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Donnerstag, 19. September 2019

Europäische Zentralbank (EZB) will weiter Staatsbonds aufkaufen

Die Europäische Zentralbank will an ihrem Strukturprogramm festhalten. (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)
Die Europäische Zentralbank will an ihrem Strukturprogramm festhalten. (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)

Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärte auf einer Sitzung in Frankfurt am Main, sie wolle weiterhin im großen Stil Staatsbonds, Schuldverschreibungen von Staaten der Europäischen Union also, aufkaufen.

An der Sitzung der Europäischen Zentralbank nahmen alle 25 Vertreter des EZB-Rates teil, die aus unterschiedlichsten Ländern der EU stammen.

Von dem Bond-Aufkauf sind auch Staaten betroffen, die wirtschaftlich angeschlagen sind – wie Griechenland oder Portugal. Ein weiterer Eckpunkt der EZB-Politik ist ein Niedrigstzinsniveau des Leitzinsen. Er soll unverändert bleiben.

Die EZB erklärte, sie gehe nach wie vor davon aus, dass sie sowohl den Bondaufkauf als auch die Niedrigzinsphase als den richtigen Weg ansehe, um Europas Wirtschaft und Bankenwelt zu stabilisieren.

Die EZB macht Finanzpolitik an den Währungs- und Kreditmärkten für 19 europäische Länder. Ihre Politik hat zentralen Einfluss auf das Kreditniveau in Europa und die Refinanzierungsmöglichkeit
von Staaten, der Wirtschaft und Bürgern.

Derzeit gibt die EZB für Kredite an Banken null Prozent Zinsen und für Bankeinlagen müssen die Banken sogar einen Negativzins an die EZB in Höhe von 0,4% bezahlen.

EZB-Präsident Mario Draghi erklärte, wonach die Europäische Zentralbank nach wie vor alles tun werde, damit Geld in den Markt komme, also zur Wirtschaft, den Verbrauchern und nicht auf den Bankkonten liegen bleibe.

Kritiker der EZB monieren, dass das Niedrigzinsniveau die Vergabe von Krediten für Banken nicht attraktiver mache, sondern ihnen dauerhaft immer mehr Geschäftsmodelle wegbrächen.



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