Portugal wurde durch aus heutiger Sicht völkerrechtlich kriminellem Skalvenhandel und Kolonial-Besaterztum reich. Doch das ist lange vorbei. Heute zeugen zahlreiche Bauwerke von dem einstigen Reichtum - hier ein kunstvolles Mosaik in der Stadt Sintra. (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)
Portugal wurde durch aus heutiger Sicht völkerrechtlich kriminellem Skalvenhandel und Kolonial-Besaterztum reich. Doch das ist lange vorbei. Heute zeugen zahlreiche Bauwerke von dem einstigen Reichtum – hier ein kunstvolles Mosaik in der Stadt Sintra. (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)

Portugal hat zunehmende Schwierigkeiten mit der Personalsituation in den Finanzverwaltungen. Dies führt zu Verzögerungen in der Bearbeitung von Steuervorgängen.

Eine in Portugal in der Kritik stehende Finanzverwaltung ist beispielsweise Tavira, so dass dies, wie in vielen anderen Fällen in den vergangenen Jahren auch, im portugiesischen Parlament diskutiert wurde.

Tavira ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste mit rund 26.000 Einwohnern. Sie steht exemplarische für Hunderte andere Gemeinden Portugals, in welchen es auf Grund der Wirtschaftskrise zu Problemen in der öffentlichen Verwaltung kommt.

Im Falle von Tavira gibt es vor allem von der Kommunistischen Partei Portugals Kritik. So wollten die kommunistischen Abgeordneten von der Regierung wissen, was diese gedenke zu tun, damit sich für Bürger und Firmen die Finanzverwaltungs-Situation deutlich verbessere.

Das Finanzamt von Tavira hat derzeit gerade einmal 13 Mitarbeiter. Dies sei nicht ausreichend, um einen angemessenen Staatsdienst für Bürger und Unternehmen anbieten zu können.

Anzeige

Neben den personellen Problemen gibt es infrastrukturelle. So ist die Finanzverwaltung von Tavira in Räumlichkeiten untergebracht, die dringend renovierungsbedürftig sind.

Die Räume sollen feucht sein, es soll keine Klimaanlage geben und die Lüftung sei nicht ausreichend. So machen die Finanzamts-Mitarbeiter von Tavira ihre Sitzungen in einem Raum, in welchem sonst ebenso zu Mittag gegessen wird.

Des Weiteren gibt es Kritik daran, dass die Finanzverwaltung von Tavira gerade einmal einen einzigen öffentlichen Raum habe, um Gäste zu empfangen, weshalb Besuchszeiten strikt reglementiert seien.

Die kommunistische Partei Portugals sagt zudem, wonach die engen finanziellen Möglichkeiten des Staates dazu führe, dass die Finanzbeamten zu wenig verdienten, was wiederum bedeute:

Anzeige

Bürger würden, statt sich für den Staatsdienst zu entscheiden, lieber Karrieren im privaten Sektor anstreben.

Quelle: sulinformacao.pt

Anzeige

Von Elke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert