Skip to main content
Sonntag, 09. Dezember 2018

Kredite -

Neue Datenschutzverordnung: Schufa-Übermittlung zulässig auch ohne Zustimmung

Der Schufa werden jetzt auch ohne Ihre Zustimmung Daten übermittelt. (Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons)
Der Schufa werden jetzt auch ohne Ihre Zustimmung Daten übermittelt. (Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons)

Zum 25. Mai 2018 greift eine neue Datenschutzverordnung in der EU. Mit ihr ändern sich auch einige Vorgaben für die Finanzbranche.

Eine zentrale Änderung ist beispielsweise, dass künftig für die Datenübermittlung an die SCHUFA HOLDING AG keine Zustimmung durch Verbraucher oder Unternehmen extra eingeholt werden muss.

Die Schufa selber schreibt zu den ihr übermittelten Daten beispielsweise unter Ziffer 2.3 „Herkunft der Daten“:

„Die SCHUFA erhält ihre Daten von ihren Vertragspartnern. Dies sind im europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz sowie ggf. weiteren Drittländern (sofern zu diesen ein entsprechender Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission existiert) ansässige Institute, Finanzunternehmen und Zahlungsdienstleister, die ein finanzielles Ausfallrisiko tragen (z.B. Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Kreditkarten-, Factoring- und Leasingunternehmen) sowie weitere Vertragspartner, die zu den unter Ziffer 2.1 genannten Zwecken Produkte der SCHUFA nutzen, insbesondere aus dem (Versand-)Handels-, eCommerce-, Dienstleistungs-, Vermietungs-, Energieversorgungs-, Telekommunikations-, Versicherungs-, oder Inkassobereich.“

Weiter schreibt die SCHUFA:

„Darüber hinaus verarbeitet die SCHUFA Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen wie öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen (Schuldnerverzeichnisse, Insolvenzbekanntmachungen).“

Zudem führt sie in Ziffer 2.4 im Abschnitt „Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden (Personendaten, Zahlungsverhalten und Vertragstreue)“ aus, welche Bereiche sie an berechtigte Interessenten übermittle:

  • Personendaten, z.B. Name (ggf. auch vorherige Namen, die auf gesonderten Antrag beauskunftet werden), Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, frühere Anschriften.
  • Informationen über die Aufnahme und vertragsgemäße Durchführung eines Geschäftes (z.B. Girokonten, Ratenkredite, Kreditkarten, Pfändungsschutzkonten, Basiskonten).
  • Informationen über unbestrittene, fällige und mehrfach angemahnte oder titulierte Forderungen sowie deren Erledigung.
  • Informationen zu missbräuchlichem oder sonstigem betrügerischem Verhalten wie Identitäts- oder Bonitätstäuschungen.
  • Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen

Einzelnachweis



Kommentare (1)


Jürgen Bartholomäus Juli 25, 2018 um 16:22

Wenn es für die Datenübermittlung an die Schufa keiner Genehmigung durch die Betroffenen bedarf, dann muss die Übermittlung durch die DS-GVO gedeckt sein. Welcher Artikel der DS-GVO ist hierfür die Berechtigungsgrundlage?

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Die 49-jährige Facebook-Chefin Sheryl Sandberg. Foto: Facebook Presse
Freitag, 30. November 2018

Davos -

Facebooks Sheryl Sandberg soll Mitarbeiter angewiesen haben George Soros finanzielle Interessen zu untersuchen

Der Ungar George Soros, ein bekannter Multimilliardär, der seit vielen Jahren in den USA lebt, entkam nicht nur dem deutschen Holocaust im Zweiten Weltkrieg. Er entkam auch so manchem politischen Angriff in den vergangenen Jahrzehnten. Jetzt berichtet die amerikanische Tageszeitung New York Times (NYT) eine etwas abenteuerliche Geschichte: Demnach habe Sheryl Sandberg, die Chefin von Facebook, Kommunikationsmitarbeiter von Facebook gebeten, George Soros „finanzielle Interessen“ zu untersuchen. Anlass seien diversen Angriffe […]

Klassische Enkeltrickbetrüger sind meist junge Frauen oder Männer, die mit Charme Rentner und Einsame mit Lügenmärchen geschickt über den Tisch ziehen und ausräubern.
Donnerstag, 22. November 2018

Rentner -

Enkeltrickbetrügerin ergaunert mit ‚Notar‘ 70.000 Euro in der Schweiz

Kreuzlingen ist ein kleines beschauliches Städtchen in der Schweiz. Es grenzt nicht nur an den Bodensee, sondern auch an die deutsche Nachbarstadt Konstanz, die wiederum für eine komplett mittelalterlich erhaltene Innenstadt berühmt ist.  Konstanz ist auch dafür berühmt, dass vor 600 Jahren auf dem Konstanzer Konzil mit viel Tamtam ein Papst gewählt worden war. Das beeindruckende Konzil-Gebäude steht noch heute in bester Lage direkt am Bodensee. Doch die Beschaulichkeit der […]

1945 wurde im Urlaubsort Jalta auf der Krim von Russland, den USA, Großbritannien und Frankreich die Teilung Deutschalnds beschlossen und der Aufstieg Russlands zur Weltmacht besiegelt. Deshalb ist der Ort für die Russen von sehr hoher politischer Bedeutung.
Sonntag, 11. November 2018

„Wie sich die US-Sanktionen gegen die Krim Erholungsorte auswirken“

Die USA haben erneut Sanktionen gegen ihren Erzrivalen auf der geopolitischen Bühne, gegen Russland, erlassen. Betroffen ist auch die Halbinsel Krim. Die Bürger der Krim hatten sich vor einigen Jahren in einer Volksabstimmung mehrheitlich für die Fusion mit dem alten Mutterland Russland, beziehungsweise der Russischen Föderation, ausgesprochen. Damit hatten sie für einen internationalen Eklat gesorgt. Jetzt veröffentliche das russische Nachrichtenportal AiF.ru unter der Überschrift „Wie sich die Sanktionen der USA […]

In Berlin gibt es Tausende normale gelbe Taxis aber nur wenig Uber-Angebote, wie diese Uber-Karte zeigt.
Mittwoch, 17. Oktober 2018

IPO -

Uber Börsengang soll angeblich 120 Milliarden Dollar einspielen können

In den USA berichten mehrere Zeitungen, darunter das „The Wall Street Journal“, wonach der amerikanische Taxi-Konkurrent im Personenbeförderungsgeschäft, die Uber Technologies Inc., angeblich bis zu 120 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 104 Milliarden Euro) durch einen Börsengang einnehmen könne. Die hohe Uber-Bewertung wird aber natürlich gezielt von Investoren gestreut, die schon in Uber investiert haben und wissen: Je mehr über Medien der angebliche Wert eines Unternehmens in die Höhe gejazzt wird, desto […]