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Mittwoch, 23. Dezember 2020

Frankreich -

Rauchverbot in Straßburg in Parks

Straßburg geht gegen Raucher in Parks streng vor. (Bild: st)
Straßburg geht gegen Raucher in Parks streng vor. (Bild: st)

Die ehemals deutsch-französische und heutige französische Stadt Straßburg, im schönen Elsaß-Lothringen gelegen, verbietet das Rauchen in öffentlichen Parks und sonstigen Grünanlagen. Am Montag hatte der Stadtrat zum Rauchverbot in allen städtischen Grünflächen einen mehrheitlichen Beschluss gefasst. [1]

Dem Qualmverbot waren weitere Maßnahmen vorausgegangen, welche vier Jahre zurückreichen. Bereits 2018 hatte nämlich der Stadtrat von Straßburg auf öffentlichen Spielplätzen zum Schutze von Kindern und Jugendlichen ein Rauchverbot erlassen.

Dem Ende des Rauchens in öffentlichen Parks war in Straßburg außerdem seit Dezember 2017 ein Test im Citadel Park vorausgegangen, einem Park, der im östlichen Teil des Stadtzentrums liegt.

Interessant ist, dass sogar die Raucher selber angeblich mehrheitlich für ein Rauchverbot in öffentlichen Parks gestimmt hätten, behauptet zumindest der Stadtrat der schönen alten Stadt Straßburg:

  • Angeblich hätten 57% der befragten Raucher sich freiwillig für ein Verbot des Rauchens in öffentlichen Parks ausgesprochen.
  • Unter den Nichtrauchern seien es rund zweidrittel gewesen (71%).

Wer sich künftig in Straßburg an das Rauchverbot in Parks nicht hält, dem drohen Geldstrafen von rund 68 Euro. Warnschilder sollen auf die umfangreichen Rauchverbote im öffentlichen Raum aufmerksam machen.

Hintergrund Elsaß-Lothringen

Elsaß-Lothringen gehörte schon im frühen und späteren Mittelalter und dann von 1871 bis 1918 zum damaligen deutschen Reich.

Noch heute sprechen viele Bürger in Elsaß-Lothringen auch deshalb neben französisch deutsch. Straßennamen waren bis vor wenigen Jahren häufig noch in französisch und deutsch angeschrieben. Neben dem Straßburger Münster ist die Judengasse berühmt.

Die Sraßburger Judengasse liegt in bester zentraler Lage in unmittelbarer Nähe des Münsters, was auf die enge Verbindung zwischen Juden und Christen in Straßburg hindeutet.

Seit dem 18, beziehungsweise 19. Jahrhundert lebten aber in der Judengasse auch zahlreiche wohlhabende nicht-Juden, welche die zentrale Lage genossen und dort herrschaftliche Häuser bauten, die es noch heute zu besichtigen gibt.

Bis vor wenigen Jahren war Deutsch neben Französisch als Amtssprache in Straßburg offiziell akzeptiert, wurde dann aber von einer Bürgermeisterin abgeschafft.

Einzelnachweise

[1] Straßburg wird das Rauchen in allen seinen Parks verbieten (original in Französisch: Strasbourg va interdire la cigarette dans tous ses parcs, von Noémi Marois, In: europe1.fr  vom 22. Juni 2018.



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