Skip to main content
Montag, 13. August 2018

IT -

Apple will weiter in EU-Steueroase Irland sein

Keine Frage für viele: Das Macbook ist besser als die meisten Windows-Notebooks. (Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons)
Keine Frage für viele: Das Macbook ist besser als die meisten Windows-Notebooks. (Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons)

Seit 1980 sei der weltgrößte Konzern, das US-Konglomerat Apple Inc., in Irland aktiv. Dies gab nun Apple-Chef Tim Cook anlässlich eines Irland-Besuches bekannt. (1)

Insgesamt sollen für Apple in der EU-Steueroase Irland um die 6000 Mitarbeiter tätig sein, behauptet Cook. Ob es sich dabei um festangestellte Mitarbeiter handelt oder auch freie ist nicht klar.

Fakt ist: Apple dürfte nach Schätzungen der EU auf Grund eines individuell zwischen Irland und Apple ausgehandelten Dumping-Steuersatzes über 13 Milliarden Steuern zu wenig an das Land bezahlt haben.

Deshalb verdonnerte die Europäische Union Apple dazu, dieses Geld nachträglich nach Irland zu überweisen.

Rechenzentrum geschlossen

Doch trotz des Geldsegens schloss die Apple Inc. ein 850 Millionen Euro teures Rechenzentrum, welches in Irland aufgebaut worden war – und zwar Co Galway in der irischen Stadt Athenry.

Dass die Bande zwischen Apple und Irland fest sind, das bekräftige Cook. Er sagte:

Anzeige

„Ehrlich gesagt, sind wir nicht nach Irland gekommen, um Steuern zu zahlen. Wir kamen 1980 nach Irland, weil wir eine Gemeinschaft sahen, von der wir dachten, wir könnten wachsen, und könnten eine Reihe von Dingen tun, um den Kontinent zu unterstützen. Wir sind über fast vier Jahrzehnte dabeigeblieben. Es war keine gerade Linie – das Leben ist keine gerade Linie, die Dinge gehen rauf und runter – aber es war immer in einer Flugbahn, die zunimmt. Ich erwarte, dass sich das nicht ändert.“

Apple beschäftigt in der EU bislang vor allem Verkäufer in den App Stores. Hinzu kommen Entwickler in Irland sowie Finanzfachleute.

Einzelnachweise

(1) Tim Cook reaffirms Apple’s commitment to Ireland, In: Irish Times von Ciara O’Brien vom 21. Juni 2018.

Anzeige



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Tausende Shops drücken sich um die fälligen Amazon Steuern.
Sonntag, 12. August 2018

Pflichtmitteilung -

Amazon Steuern: Steuerpflichtmitteilung für Onlineshops

Wer auf Amazon seine Waren verkauft, hat es bislang leicht, sich hinter über 100.000 anderen Shops, die auf dem amerikanischen Onlinemarktplatz hierzulande präsent sind, steuerlich zu verstecken. Dabei sind Amazon Steuern ein zunehmend wichtiges Thema. Vor allem Händler aus Fernost, besonders aus China, sind Meister darin, in Deutschland Waren zu verkaufen, aber keine Steuern zu bezahlen. Amazon Steuern Ein Gesetzentwurf des deutschen Bundesfinanzministeriums soll das nun ändern. [1] Künftig soll […]

Mittwoch, 01. August 2018

Nettorechnung -

Handwerkerrechnungen brutto oder netto?

Handwerker machen gerne Spielchen rund um Angebote und Handwerkerrechnungen. Dazu gehört, dass zahlreiche Posten in einem Handwerkerangebot, die beispielsweise bei einer Kernsanierung eigentlich zu berücksichtigen wären, fehlen. Es gehört auch zu den Spielchen zahlreicher Handwerker, dass die Angebote an Privatkunden mit Nettopreisen unterbreitet werden. Doch ist das überhaupt erlaubt? Ein Handwerkerangebot mit Nettopreisen? Nein! Grund: Preise gegenüber privaten Endkunden müssen immer als Endpreise ausgegeben werden. Das heißt: Auch wenn ein […]

Logo des Bundesfinanzministeriums.
Freitag, 13. Juli 2018

42%! -

Drei Millionen Menschen zahlen Reichensteuersatz in Deutschland

Nach Angaben des World Wealth Report gebe es in Deutschland rund 774.600 Einkommensmillionäre (Stand: 2016). [1] Da in Deutschland aber nicht nur Millionäre den Millionärs-Steuersatz, also Spitzensteuersatz bezahlen müssen, kassiert der deutsche Staat von deutlich mehr Menschen den Reichensteuersatz von über 43%. So wurde jetzt bekannt, dass in Deutschland rund drei Millionen Menschen den Spitzensteuersatz auf Einkommen in Höhe von rund 42 bis 43% bezahlen müssten. Das sollen rund 140.000 Menschen […]

Straßburg geht gegen Raucher in Parks streng vor. (Bild: st)
Sonntag, 24. Juni 2018

Frankreich -

Rauchverbot in Straßburg in Parks

Die ehemals deutsch-französische und heutige französische Stadt Straßburg, im schönen Elsaß-Lothringen gelegen, verbietet das Rauchen in öffentlichen Parks und sonstigen Grünanlagen. Am Montag hatte der Stadtrat zum Rauchverbot in allen städtischen Grünflächen einen mehrheitlichen Beschluss gefasst. [1] Dem Qualmverbot waren weitere Maßnahmen vorausgegangen, welche vier Jahre zurückreichen. Bereits 2018 hatte nämlich der Stadtrat von Straßburg auf öffentlichen Spielplätzen zum Schutze von Kindern und Jugendlichen ein Rauchverbot erlassen. Dem Ende des […]

Hartz IV gibt es in der Schweiz nicht, dafür wird jetzt ein Grundeinkommen getestet. Hier der Bodensee auf der Schweizer Seite. (Bild: pixbabay.com | CC0 Creative Commons)
Samstag, 09. Juni 2018

Sozialpolitik -

Grundeinkommen in der Schweiz könnte im Dorf 34 Mio. Euro kosten

Eine Schweizer Filmemacherin hatte die Idee, anhand eines Dorfes einmal zu testen, ob das immer wieder diskutierte nahezu bedingungslose Grundeinkommen für Bürger eingeführt werden könnte. Während es das Thema in Deutschland kaum aus den Talkshows in die Realpolitik schaffte, sieht das in dem Alpenland Schweiz anders aus. Nach langer Suche fand nämlich Initiatorin Rebecca Panian (39) ein kleines Dorf bei Zürich, und zwar Rheinau. Dort soll jetzt ein Jahr lang […]