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Dienstag, 28. Juli 2020

Rentner -

Enkeltrickbetrügerin ergaunert mit ‚Notar‘ 70.000 Euro in der Schweiz

Klassische Enkeltrickbetrüger sind meist junge Frauen oder Männer, die mit Charme Rentner und Einsame mit Lügenmärchen geschickt über den Tisch ziehen und ausräubern.
Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons
Klassische Enkeltrickbetrüger sind meist junge Frauen oder Männer, die mit Charme Rentner und Einsame mit Lügenmärchen geschickt über den Tisch ziehen und ausräubern.

Kreuzlingen ist ein kleines beschauliches Städtchen in der Schweiz. Es grenzt nicht nur an den Bodensee, sondern auch an die deutsche Nachbarstadt Konstanz, die wiederum für eine komplett mittelalterlich erhaltene Innenstadt berühmt ist. 

Konstanz ist auch dafür berühmt, dass vor 600 Jahren auf dem Konstanzer Konzil mit viel Tamtam ein Papst gewählt worden war.

Das beeindruckende Konzil-Gebäude steht noch heute in bester Lage direkt am Bodensee. Doch die Beschaulichkeit der Bodenseeregion zieht nicht nur Touristen an, sondern auch Gauner.

So wie jetzt wieder: Zwar müsste jeder Senior mittlerweile vom Enkeltrick gehört haben, zumal das Thema regelmäßig auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ zu sehen ist.

Dennoch gibt es immer und immer wieder leichtgläubige Rentner, die auf Enkeltrickbetrüger hereinfallen.

Wie jetzt wieder in der Region Kreuzlingen. Anfang November 2018 hatte sich eine Betrügerin bei einer 73-Jährigen gemeldet und ihr vorgegaukelt, sie sei eine Bekannte der älteren Dame.

An einem Dienstmorgen klingelte nämlich bei der Dame das Telefon. Die Trickbetrügerin und Kriminelle erzählte der älteren Frau, sie brauche dringend Geld für den Kauf einer Wohnung.

Um Vertrauen zu schaffen, lies die Betrügerin die leichtgläubige ältere Frau raten, wer denn da gerade am Telefon an der anderen Leitung sei.

Ganz nach dem Motto: Wie, Du erkennst nicht mal mehr die Stimme deiner besten alten Freundin?

Nachdem die ältere Dame den Namen ihrer vergessen geglaubten angeblichen „Freundin“ „erraten“ hatte, übergab die Betrügerin das Telefon an einen deutschsprechenden Mann, der sich wiederum als angeblicher „Notar“ ausgab.

Das Ende des Theaterspiels: Die 73-Jährige lies sich bequatschen, fuhr zur eigenen Hausbank, die ihr ohne Gegenprüfung die hohe Summe von 70.000 Euro ausbezahlte.

Auf einem Parkplatz übergab die 73-Jährige Frau dann das Geld an die kriminellen Schauspieler.

Erst Stunden nach der Geldübergabe dämmerte ihr, dass an der Geldübergabe vielleicht irgendwas falsch sein könnte. Doch da war das Trickbetrüger-Schauspielerpärchen längst über alle Berge.

Die 70.000 Euro sieht die Rentnerin wohl nie wieder.



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