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Montag, 18. März 2019

Armut -

Mindestlohn USA: Missouri hebt auf 7,55 Euro die Stunde an

Einbahnstraße: Wer arm ist in den USA ist froh über einen Mindestlohn.
Bild: pixabay.com | CC0 Creative Commons
Einbahnstraße: Wer arm ist in den USA ist froh über einen Mindestlohn.

Nicht nur in Deutschland gibt es einen Mindestlohn, sondern auch in den USA. Hier teilte nun der Bundesstaat Missouri mit, der Mindestlohn pro Stunde werde auf 7,55 Euro erhöht. Das bedeutet ein Anstiegt von 60 Dollar-Cent, beziehungsweise 0,53 Euro-Cent.

Auf einen Wochenlohn hoch gerechnet, verdienen ab Januar 2019 Bewohner in Missouri entsprechend mindestens 302 Euro im Rahmen einer 40-Stunden-Woche. Beziehungsweise einen monatlichen Mindestlohn von 1.208 Euro. Zum Vergleich: Der Mindestlohn liegt in Deutschland pro Monat bei im Schnitt 1500 Euro.

CBS News zitiert in seinem Onlineportal eine Altenpflegerin aus St. Louis, wonach die Anhebung des Mindestlohns durchaus besser sei als nichts und sich bemerkbar mache: „Es macht einen Unterschied“.

Wie in Missouri hätten auch, so CBS News, im US-Bundesstaat Arkansas die Wähler „mit überwältigender Mehrheit“ einer Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar 2019 zugestimmt. Insgesamt seien alleine in Arkansas rund eine Millionen Bürger von der Anhebung des Mindestlohns betroffen.

Neben Missouri und Arkansas wollten zudem, berichtet CBS News, weitere 18 Bundesstaaten in den USA die Mindestlöhne anheben. Im Land der scheinbar doch nicht so unbegrenzten Möglichkeiten profitierten rund 5,3 Millionen Bürger von der marginalen Anhebung des Mindestlohns, so das Economic Policy Institute. Für die US-Wirtschaft bedeute dies Mehrkosten im Lohnsektor von 5,4 Milliarden USD.

US-weit liegt der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn derzeit bei 6,34 Euro, beziehungsweise 7,25 US-Dollar. Allerdings haben gut 40 Städte in den USA ihre eigenen Mindestlöhne eingezogen und das Verdienst-Minimum etwas nach oben geschraubt. Darunter sind gut 20 Städte alleine aus Kalifornien. Das Ziel von Gewerkschaftern ist in den USA schon lange, dass der Mindestlohn pro Stunde auf wenigstens 15 US-Dollar steigt, also 13,12 Euro.

Doch von einem Mindestlohn in Höhe von 13 Euro können Millionen Amerikaner derzeit nur träumen. Einzig New York City setzte durch, dass jeder, der in der östlichen Stadt arbeitet, mindestens mit einem solchen Lohn vergütet werden muss – also mit 100 Euro pro 8-Stunden-Tag. Beziehungsweise monatlich mit 1939 Euro.

In Deutschland liegt der Mindestlohn pro Stunde ab Januar 2019 bei 9,19 Euro.

Einzelnachweise

(1) Over 5 million workers will have higher pay on January 1 thanks to state minimum wage increases, In: Economic Policy Institute (EPI), Washington, vom 26. Dezember 2018.



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