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Mittwoch, 18. September 2019

Nach Millionenbetrug nimmt sich BASF-Mitarbeiter das Leben | Schaden über 10 Millionen Euro

Die BASF aus Ludwigshafen, ein Weltkonzern, der schon seit über 100 Jahren auf der Weltbühne der Chemie mitspielt, sieht sich um Millionen Euro auf Grund falscher Personal-Abrechnungen betrogen.

So teilte der Konzern über eine BASF-Sprecherin auf Grund von Zeitungs-Recherchen der Rheinpfalz mit, er sei sowohl von eigenen vier Mitarbeitern aus der Personalabteilung als auch externen Dienstleistern um über 10 Millionen Euro betrogen worden. So seien über Jahre von der BASF Rechnungen für Mitarbeiter beglichen worden, die es nie gegeben habe. [1]

Die vier mutmaßlich involvierten Mitarbeiter der BASF (Badische Anilin und Sodafabrik) aus der Personalabteilung, möglicherweise auch der Personalbuchhaltung, die Rede ist lediglich schwammig aus dem „Personalbereich“, seien so lange die Ermittlungen liefen, vorläufig freigestellt worden.

Allerdings habe sich, schreibt die Rheinfalz aus Ludwigshafen weiter, sich mittlerweile einer der beschuldigten Mitarbeiter in dem Betrugsdrama wohl das Leben genommen, also Selbstmord begangen. Er hielt den wachsenden Druck offensichtlich nicht mehr aus. So schreibt die Rheinpfalz: „Wie die RHEINPFALZ aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, soll sich einer von ihnen das Leben genommen haben.“

Allerdings stehe nicht fest, schreibt die in der Regel in Sachen BASF gut informierte Rheinpfalz, ob die eigenen Mitarbeiter aus dem „Personalbereich“ zum Betrug „gezwungen“ worden seien, beispielsweise durch Erpressung. Oder ob es sich um ein Netzwerk gegenseitigen Betruges zwischen Personaldienstleister, beziehungsweise Fremdfirmen und eigenen Mitarbeitern handele.

Das Abrechnungs-Betrugssystem soll über Jahre gelaufen sein und fiel bei der BASF auch über Jahre nicht auf – trotz angeblicher starker interner Kontrollen.

Zuständig für die Auffindung von Unregelmäßigkeiten bei der BASF ist der hausinterne BASF-Ermittlungsdienst. Er kam aber wohl erst kürzlich bei internen Prüfungen, sogenannten Audits, dem Betrugssystem rund um Personalkosten auf die Schliche. Dies weist auch Schlampigkeiten im intern Controlling bei der BASF hin.

„Nicht erläutert wurde… warum die BASF über den Vorgang zwar intern informierte, ihn aber nicht gleichzeitig öffentlich machte. Laut der Unternehmenssprecherin wurden die Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen bereits am 30. Januar per E-Mail informiert“, schreibt die Rheinpfalz.

Einzelnachweise

(1) BASF um Millionen Euro betrogen, In: Rheinpfalz vom 11. Februar 2018. Abgerufen am 12. Februar 2018.



Kommentare (1)


Gustav Februar 12, 2018 um 10:55

da fragt man sich bloß, wer da wen zu etwas gezwungen hat. In der Regel ist doch der Erpresser derjenige, welcher die Kohle in der Hand hält.

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