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Freitag, 16. November 2018

Dow Jones gibt in den USA so stark nach wie seit 2011 nicht mehr

Dass nicht nur im Kryptomarkt eine Korrektur anstand, sondern auch an den Aktienbörsen, war eigentlich klar. Jetzt kam es zu einer leichten, wenngleich noch keiner dramatischen Kurskorrektur in den USA. So ließ der Aktienindex Dow Jones Industrial Average um rund sechs Prozent am Montag nach. Bei einigen Anlegern an der New Yorker Wall Street mache sich teils bereits Panik breit, sagt ein New Yorker Banker zu steuerratschlag.eu.

Dies sei immerhin der stärkste Wertrückgang des Dow Jones-Durchschnitts seit 2011, also seit sechseinhalb Jahren, schreibt U.S. News.

Auch wenn die Nachrichtenagentur AP etwas überzogen ausführt, im Zuge des leichten Einbruchs an den US-Aktienmärkten schwächelten auch die asiatischen Börsen, so trifft das bislang nur bedingt zu: [1]

  • So sackte nach AP zwar der japanische Nikkei 225 Index am Dienstagfrüh um 7,1 Prozent ab auf 21.087,71 Punkte.
  • Und auch der Hongkonger Hang Seng Index sei um 5,0 Prozent gesunken und liege nun bei 30.628,22 Punkten.
  • Allerdings sind die Rückgänge am australische Benchmark S & P ASX 200 mit Minus 3,4 Prozent (Quelle: AP) eher zu vernachlässigen.
  • Ähnlich dezent sieht es in Südkorea aus: Hier sei der Aktienindex Kospi ebenfalls lediglich leicht um 2,4 Prozent zurückgegangen auf 2.431,88.
  • Ähnlich sehe es am Shanghai Composite Index aus, der auch nur um 2,2 Prozent gefallen sei auf 3.412,55 Punkte.

Selbst in Japan werden die leichten Rückgänge an den Aktienmärkten nicht sonderlich dramatisch genommen. So habe der japanische Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi laut AP erklärt:

„Die Wirtschaft hat Rekord-Unternehmensgewinne eingefahren, ebenso gibt es Verbesserungen der Löhne und Arbeitsbedingungen. Auch erholen sich die Verbraucherausgaben, was zeigt, dass die japanische Wirtschaft stabil ist.“

Dennoch sind auch japanische Medien etwas besorgt. So bilanziert asahi.com:

„Im Tokioter Markt werden Verkaufsaufträge unmittelbar nach Handelsbeginn überschwemmt. Der Verkauf kam in einer Vielzahl von Themen zustande, wie bei Elektromaschinen, Autos und Finanzen und trieb den Preisverfall voran, als der Yen zulegte. Am Nachmittag beeilten sich die Verkäufer die fallende Werte in den Griff zu kriegen, welche vorübergehend 1600 Yen erreichten und damit über den Zeitpunkt des Zusammenbruchs der IT-Blase im April 2000 hinausgingen (1426 Yen).“ [2]

Bislang unbeeindruckt zeigte sich der Aktienindex der größten Konzerne Deutschlands, der DAX. Er lag Dienstagsfrüh bei einem minus von lediglich 0,76 Prozent (Stand: Dienstagfrüh 9:14).

Update Dienstag 9:28 Uhr:

Mittlerweile ließ auch der DAX im Zuge der teils hysterischen medialen Berichterstattung um gut 3 Prozent nach. [3]

So lauten nach Google News [4] aktuelle Schlagzeilen am Dienstagfrüh um 9:31 Uhr beispielsweise:

  • Dax stürzt um mehr als 350 Punkte“ (manager-magazin.de)
  • Dax: Das sieht richtig übel aus!“ (ARD.de bereits am 04. Februar 2018)
  • Flash-Crash an der Wall Street – DAX-Anleger in Panik“ (Der Aktionär)
  • Schwarzer Tag an Wall Street reißt wohl auch Dax nach unten“ (Augsburger Allgemeine)
  • Massiver Kurssturz an der Wall Street bedroht Dax“ (Der Tagesspiegel)
  • Dax stürzt ab“ (n-tv NACHRICHTEN).

Einzelnachweise

(1) Asian Shares Tumble After Dow Has Worst Day Since 2011, übersetzt: „Asiatische Aktien lassen nach, nach dem schlimmsten Tag am Dow Jones seit 2011, von ELAINE KURTENBACH in: U.S. News vom 6. Februar 2018.

(2) 日経平均、一時1600円超安 米暴落で株安の連鎖, übersetzt: „Der Nikkei-Durchschnitt der Aktien fällt aufgrund eines vorübergehenden Anstiegs des Yen von über 1600“, In: asahi.com vom 6. Februar 2018.

(3) Dax Stand, In: Google Chart vom 6. Februar 2018 um 9:14 Uhr.

(4) Google News vom 6. Februar 2018 um 9:33 Uhr.



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