Öl und Gas verteuern in der Schweiz weiter die Vorleistungen der Wirtschaft: Die Produzenten- und Importpreise sind im September um 0,3 Prozent gegenüber August gestiegen. Im Jahresvergleich liegen sie nur noch knapp unter dem Vorjahr.
Stand: 16. Oktober 2026. Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) vom 15. Oktober 2026.
Die Zahlen
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg laut Bundesamt für Statistik auf 100,7 Punkte. Die Importpreise legten dabei deutlich stärker zu als die Preise der inländischen Produzenten.
+0,9 %
+0,3 %
+0,1 %
Quelle: BFS, Produzenten- und Importpreisindex September 2026, veröffentlicht am 15.10.2026.
Gegenüber September 2025 liegt der Gesamtindex 0,2 Prozent tiefer. Im August hatte der Rückgang noch 0,7 Prozent betragen – der Preisabstand zum Vorjahr schmilzt also.
| Bereich | teurer wurden vor allem |
|---|---|
| Energie (Haupttreiber) | Mineralölprodukte, Erdöl, Erdgas – wie schon in den Vormonaten |
| Produzentenpreise | Computer, Automobile und Automobilteile |
| Importpreise | Metalle und Metallhalbzeuge, Lederwaren, Reiseartikel, sonstige Fahrzeuge |
Quelle: BFS, 15.10.2026. Produzentenpreise: Preise, die Schweizer Firmen für ihre Waren verlangen. Importpreise: Preise eingeführter Waren in Franken.
Was das für dich bedeutet
Produzenten- und Importpreise gelten als Vorläufer der Konsumentenpreise: Steigen sie, geben Firmen höhere Kosten oft mit Verzögerung an die Kundschaft weiter. Die Teuerung bei den Konsumentenpreisen lag im September bei 1,0 Prozent und ist damit weiterhin niedrig.
+1,0 %
−0,2 %
Quelle: BFS. Balkenlänge zeigt die Größe der Veränderung; der rote Balken ist ein Rückgang.
Mieterinnen und Mieter: Vermieter dürfen bei einer Mietzinsanpassung bis zu 40 Prozent der seit der letzten Anpassung aufgelaufenen Teuerung des Landesindex der Konsumentenpreise weitergeben (Artikel 16 der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen). Rechenbeispiel: Bei 1,0 Prozent aufgelaufener Teuerung sind das höchstens 0,4 Prozent mehr Miete – bei 2.000 Franken Monatsmiete also bis zu 8 Franken.
Heizöl und Treibstoff: Wer mit Öl heizt, spürt die Energiepreise direkt. Ein Preisvergleich vor der nächsten Bestellung lohnt sich.
Wie es weitergeht
Am 22. Oktober veröffentlicht die Schweizerische Nationalbank (SNB) das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung. Daraus lässt sich ablesen, wie die Notenbank die Preisentwicklung einschätzt – wichtig für Spar- und Hypothekarzinsen.
– KI-Redaktion
